Herwigs Blog 2018

27.03.18 Was speichert Google über mich?
Bei all der Diskussion um Facebook sollte man nicht vergessen, dass auch Google Daten seiner Nutzer speichert, und das betrifft auch jeden Nutzer eines Android-Smartphones oder -Tablets. Mit der URL www.google.com/takeout kann man sich diese Daten als ZIP-Datei holen. In meinem Fall war der ZIP-Inhalt etwa 5 MB groß und enthält wie bei Facebook eine Index-Datei als Inhaltsverzeichnis. Den größten Posten darin machten E-Mails des GMail-Kontos aus (alle in einer einzigen 4 MB großen Textdatei). Der kleine Rest sind Kalender-Daten als .ics-Datei sowie Profil-Fotos. Allerdings bin ich immer sehr sparsam mit Google-Diensten umgegangen und habe beispielsweise auch den Standort-Dienst fast immer abgeschaltet, ebenso - außer beim Kalender - die Synchronisation. Andernfalls wäre das Ergebnis wohl ein anderes.

26.03.18 Facebook-Account löschen
Welche Daten hat Facebook über mich gespeichert? Der Link dorthin ist etwas versteckt und findet sich unter Einstellungen - Allgemein - "Eine Kopie der Facebook-Daten herunterladen". Hier kann man sich eine ZIP-Datei erstellen lassen, deren Verzeichnisstruktur man dann am besten in ein lokales Verzeichnis entpackt. Die Index-Datei darin bietet eine Übersicht aller Daten. Wem der Inhalt nicht gefällt, kann ihn aber nicht selektiv löschen; es bleibt nur das Löschen des gesamten Accounts (das per Menü mögliche Deaktivieren löscht keine Daten!). Dazu muss man in der entsprechenden Hilfe-Seite den Link zum Löschen des Profils anklicken. Aber Vorsicht: Wenn man sich innerhalb von 14 Tagen nochmal bei Facebook anmeldet, wird der Löschvorgang abgebrochen.

24.03.18 Cache ad absurdum geführt
Ich bin nicht sicher, ob das eine gute Idee war: Mozilla hat in Firefox eine Funktion "Race cache with network" eingeführt. Die bewirkt, dass der Browser, obwohl sich die aufgerufene Seite bereits in seinem Cache befindet, trotzdem versucht, sie via Internet zu laden. Könnte ja sein, dass sie über eine flotte Verbindung schneller da ist als aus dem lokalen Cache-Speicher. Damit wird allerdings der Zweck des Cache, Bandbreite zu sparen, ad absurdum geführt. Immerhin kann man die Funktion deaktivieren, indem man unter about:config den Wert von network.http.rcwn.enabled auf false setzt.

22.03.18 Facebook & Co.
Derzeit überschlagen sich Medien mit Tipps, wie man aus Facebook entweder ganz aussteigt oder den Account temporär stilllegt. Dabei kann man davon ausgehen, dass der Anbieter die Kundendaten auch weiterhin speichert. Einzelne Facebook-Kunden geben solche Tipps sogar via Whatsapp und Instagram weiter - in Verkennung der Tatsache, dass auch diese Dienste zu Facebook gehören. Cambridge Analytica hatte die Daten von 50 Mio. Facebook-Kunden abgesaugt und damit wohl auch den US-Wahlkampf zugunsten von Donald Trump beeinflusst.

Fritzbox28.02.18 Schwankende Bandbreite bei DSL
Bei einer Entfernung von etwa 2 km zur nächsten Telekom-Vermittlung gelingt es dem DSL-Router hier manchmal, mit über 17000 kBit/s bei 6 dB Störabstands-Marge zu synchronisieren. Ich vermute, das passiert genau dann, wenn andere Nutzer des Kabelbündels ihren Router gerade ausgeschaltet haben, so dass kein Übersprechen stattfindet. Einige Stunden später findet dann gewöhnlich eine erneute Synchronisation statt, die dann nur noch rund 13000 kBit/s beim gleichen Störabstand erbringt. Ärgerlich ist das Neusynchronisieren insofern, dass die VoIP-Telefonverbindung dann jedes Mal einige Minuten lang unterbrochen wird.

06.02.18 Silbentrennung im Browser
Firefox erlaubt mittlerweile mit der CSS-Anweisung hyphens:auto und unter der Voraussetzung, dass im HTML-Tag der Seite die Sprache angegeben ist (z.B. <html lang=de-DE>), Text per Silbentrennung besser zu umbrechen. In Chrome geht das bisher noch nicht; allerdings macht es in Firefox auch nicht wirklich Spaß, ein Wort wie "Bayernwerk-Versorgungsbereich" als "Bayernwerk-V-ersorgungsbereich" getrennt zu sehen. Das scheint also noch nicht ganz fertig zu sein.

05.02.18 Lästige temporäre Dateien
Auf meinem Windows-10-PC entstehen im Verzeichnis C:\Users\<MeinName>\AppData\Local\Temp\ immer wieder neue Unterverzeichnisse mit hexadezimalen Ziffern als Namen und mit immer denselben Dateien, wobei die erste stets api-ms-win-base-util-l1-1-0.dll lautet. Auf Dauer kostet das ganz schön Platz auf der Platte. Offensichtlich entstehen diese temporären Dateien aufgrund fehlgeschlagener Kopiervorgänge des Task-Planers. Lösung (ohne ersichtliche Nebenwirkungen): Die Aufgabenplanung in Windows öffnen, dann unter Microsoft - Windows - Disk Cleanup die Task "Silent Cleanup Task" deaktivieren. Die Dateien im TEMP-Verzeichnis darf man gefahrlos löschen, nachdem man alle Programme beendet hat.

03.02.18 Firefox hat aufgeholt
Sowohl die Ladezeit des Programms selbst als auch die Geschwindigkeit, mit der Seiten dargestellt werden, hat sich bei Firefox seit Version 57 (Quantum-Release) unter Windows erheblich gebessert und zieht jetzt je nach Rechner mit Google Chrome gleich. Zusammen mit der besseren Konfigurierbarkeit spezieller Funktionen hat Firefox damit wohl die Nase vorn. Auch die Mobilversion (getestet unter Android) ist einen Versuch wert, da sie Addons (Extensions, Erweiterungen - z.B. Adblocker) unterstützt.

11.01.18 Fehlentwicklung #2: Web-Fonts
A In den letzten paar Jahren haben sich Web-Fonts auf vielen Sites schnell verbreitet. Immer mehr Anbieter meinen, auf ihren Webseiten mit den vielen in Browsern und Betriebssystemen vorinstallierten Schiftarten nicht auszukommen. Deshalb werden selbst auf kleinsten Seiten Megabytes von TTF- oder WOFF-Dateien für Fonts nachgeladen, ohne dass dies den Besuchern einen echten Mehrwert bieten würde. Im Gegenteil: Der Seitenaufbau wird spürbar verlangsamt - nur dafür, dass das Corporate Design oder ausgefallene Gestaltungs-Wünsche befriedigt werden. Immerhin kann man in Chrome mit einer Extension wie UBlock das Laden von Fonts (und übrigens auch Werbung) verhindern, und schon ist der Seitenaufbau deutlich schneller. In Einzelfällen erscheinen allerdings bestimmte Symbole etwa in Navigationsleisten dann nicht korrekt. Firefox-Benutzer können dagegen Web-Schriftarten im Einstellungs-Menü verbieten, Symbole werden hier trotzdem meist korrekt dargestellt.

09.01.18 Fehlentwicklung: Google AMP
Mit Google Advanced Mobile Pages (Google AMP) soll das Laden von Webseiten auf mobilen Geräten, insbesondere Smartphones, beschleunigt werden. Das Gegenteil ist der Fall: Zahlreiche Script-Elemente werden von Google nachgeladen, ob sie benötigt werden oder nicht, so dass Google jederzeit sehen kann, wer welche Seite wie oft aufruft und sogar Inhalte nach Gutdünken sperren könnte. Selbst entwickeltes Javascript ist bei AMP dagegen nicht zugelassen, auch zahlreiche HTML-Elemente sind verboten. Das ist genau das Gegenteil vom offenen World Wide Web. Wer da mitmacht, schadet dem WWW.