Herwigs IT-Blog 2019

06.03.19 Enter-Taste bei TV-Box
Eine kleine, preiswerte TV-Box mit Android ist praktisch, um z.B. Mediathek- oder Youtube-Inhalte auf dem Fernsehgerät anzusehen. Oft wird eine winzige Tastatur mit Touchpad mitgeliefert. Leider zeigte sich, dass die Enter-Taste keine Funktion hatte. Die Lösung: Die Android-App "External Keyboard Helper" installieren und dort unter Erweiterte Einstellungen - Tastenzuordnung die Option "Abgesicherter Modus" aktivieren. (Warum das nicht ab Werk funktioniert, bleibt ein Rätsel.)

17.02.19 Heizungssteuerung optimieren
Wenn man von einem qualifizierten Handwerker eine neue Heizung bauen lässt, darf man davon ausgehen, dass sie dann auch funktioniert, klar. Aber selbst wenn sie dann gut läuft und auch das Warmwasser wirklich warm ist, gibt es viel Platz für Optimierungen, denn der typische Heizungs­bauer lässt die meisten Parameter der Steuerung einfach auf ihren Werks­einstellungen stehen, und die passen selten perfekt für ein konkretes Haus. Außer der optimalen Heizkurve (Neigung, Parallel­verschiebung, Dämpfungs-Zeitkonstante) kann man beispiels­weise auch einstellen, ab welcher Außen­temperatur sich die Heizung ganz abschaltet. Bei Solar­thermie-Anlagen ist eine Puls-Ansteuerung der Solarpumpe sinnvoll, um für eine aus­reichende Temperatur­differenz zwischen Kollektor und Speichertank zu sorgen.

15.02.19 Was bringt 5G?
Die Politik beginnt gerade einzusehen, dass der geplante 5G-Mobilfunk wegen der erforderlichen Anzahl von Basisstationen untwirtschaftlich sein könnte, und schlägt deshalb vor, Basisstationen gemeinsam von mehreren Netzbetreibern nutzen zu lassen. Es stellt sich allerdings die Frage, was 5G kann, was 4G alias LTE nicht kann. Gut, 5G verspricht Datenraten von bis zu 20 GBit/s - allerdings nur in direkter Nähe zur Basis; realistischer ist wohl 1 GBit/s (LTE kann bis 0,5 GBit/s). Für manche Anwendungen sind Ping-Zeiten bei 5G von unter 1 ms interessant; aber wird das schon wegen der räumlichen Entfernung zu den Servern selbst via Glasfaser kaum jemals erreicht, und die Frage ist auch, wer das tatsächlich braucht.

Die für 5G primär benutzten Frequenzbereiche bei 28 und 39 GHz führen zu einer sehr geringen Reichweite, was in einem einzigen Häuserblock meist mehrere Basisstationen erfordert. Der alternative Frequenzbereich unterhalb 6 GHz hat zwar eine etwas größere Reichweite (immer noch viel kleiner als GSM, UMTS und LTE), führt aber zu Einschränkungen bei der Geschwindigkeit. 5G wird oft für selbstfahrende Autos als unabdingbar genannt, allerdings sollten die eigentlich auch autonom, also ohne Funkanbindung,  sicher fahren können. - Lohnt sich der riesige Aufwand? Da bin ich mir noch nicht ganz sicher.

14.02.19 Lockvogel-Angebote
Immer wieder trifft man auf Angebote wie "12 Monate ab 1 Euro/Monat, danach 10 Euro/Monat" - etwa für Webseiten-Domains, Internet-Zugänge, Handy-Tarife und so weiter. Natürlich ist der Teil vor dem Komma in großer und der Teil dahinter in klitzekleiner Schrift zu sehen. Ist es nicht ernüchternd und beleidigend, für wie blöd Unternehmen ihre potenziellen Kunden halten? (Und - haben sie damit womöglich recht?)

08.02.19 Facebook in den Medien
Ausführlich berichten die Medien, dass das Bundeskartellamt Facebook und seinen Töchtern Whatsapp und Instagram das Sammeln von Daten ohne Einwilligung der Nutzer verbietet. Gleichwohl sind alle diese Medien - Rundfunk, Fernsehen, Zeitungen - selbst auf Facebook vertreten und unterstützen somit die von ihnen kritisierte Datensammelwut. Ziemlich inkonsequent, finde ich.

21.01.19 Neustadt: WhatsApp statt Facebook
Neustadt in Hessen hat seinen Facebook-Account abgeschaltet - wie es heißt, aus Daten­schutz­gründen - und benutzt jetzt zur Information der Bürgerinnen und Bürger lieber WhatsApp. Dieser Dienst gehört allerdings ebenfalls zum Facebook-Konzern, somit kommt man damit vom Regen in die Traufe. Auf die Idee, dass zur Informations­verbreitung eine ganz normale Webseite genügt, kommt heute offenbar niemand mehr.

Telefonie09.01.19 VoIP: Fortschritt oder Rückschritt?
ISDN- und analoge Telefonanschlüsse sind fast überall schon durch VoIP-Anschlüsse ersetzt. Aber bis heute sind die Kinderkrankeiten digitaler Telefonie nicht ausgemerzt. Es kommt immer wieder vor, dass ein Gesprächspartner den anderen entweder gar nicht oder nur als Rauschen hört, eine Verbindung unerwartet abbricht oder ein Telefon beim Anruf nicht klingelt. Klar ist VoIP für den Provider viel günstiger, weil er nur noch eine Verbindungs-Infrastruktur für Daten und Telefonie braucht. Aber technischer Fortschritt ist etwas anderes.

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